Die 15 Sekunden-Bewerbung

„Wie können wir den Aufwand für Bewerber möglichst kurzhalten,

die 15-Sekunden-Bewerbung einführen?“

So oder ähnlich lautete die Fragestellung, als ich kürzlich mit Personalern des Mittelstands sprach. Und die mittelständischen Unternehmen machen sich wirklich viele Gedanken, weil ihnen der Fachkräftemangel bald keine gesunde Geschäftsexpansion mehr erlaubt.

Kennen Sie die Stellenausschreibungen, die so dynamisch klingen:

„Wir suchen Sie, einen Account Manager… zum nächstmöglichen Eintrittstermin“?

Und wie sieht die Praxis aus?  Im Durchschnitt vergehen von der 1. Bewerbung bis zum Vertrag 8 – 9 Wochen. Angemessen wäre:

In 2 Wochen nach der 1. Bewerbung folgt die Vertragsunterzeichnung.

Wenn ich das meinen Klienten erzähle, ernte ich nur ein müdes Lächeln. Die wenigsten Arbeitgeber haben einen effizienten Personalauswahl-Prozess. Die meisten fangen mit einer Online-Bewerbung an, in der die Bewerber endlos viele Fragen be­antworten müssen, ein ermüdendes Verfahren. Die pfiffigen Bewerber brechen das Ausfüllen nach 10, spätestens 12 Minuten ab. Sie wissen, dass es Besseres gibt. Arbeitgeber, die sich noch immer ein derart vorsintflutliches Einstellungsverfahren leisten, sollten wissen, wie abschreckend es ist.

Das ahnen agile Bewerber sofort, dass nicht nur das Bewerbungsverfahren, sondern vermutlich das ganze Unternehmen ähnlich behäbig in den Entschei­dungsprozessen sein wird. Wer hat da schon Lust darauf? Gang gewiss nicht die agilen Profis, die Lust auf die Zukunft haben. Sie wollen selbst gestalten und nicht abwarten.

Die ganz pfiffigen Personaler haben längst begriffen, wie sie die Besten finden: mit der 15-Sekunden-Bewerbung. Sie machen es dem Bewerber möglichst leicht, mit ihrem Profil in Social Media auf sich aufmerksam zu machen und verzichten auf zeitraubende Abfragen in Bewerber-Portalen, wo sich dann wochenlang niemand zurückmeldet.

Mit der 15-Sekunden-Bewerbung sind Sie auf der sicheren Seite. Es gibt außerdem viele Möglichkeiten, wie man die Prozesse im Einstellungsverfahren verkürzen kann, den Aufwand des Bewerbers vom ersten Anschreiben, über Erstinterview, das Zweitinterview, Arbeitsprobe bis zur Entscheidung kurz und knackig gestaltet, so dass alles zusammen 2 – maximal 2,5 Stunden beansprucht, verteilt auf 3 Kontaktaufnahmen.

Eventuell müssten Sie mehrere Prozesse in der HR-Abteilung umstellen, aber es lohnt sich. Sie werden danach garantiert mehr interessante Bewerber kennenlernen und den Fachkräftemangel aus Ihrem Unternehmen verabschieden. Wenn Sie Fragen haben, oder mehr erfahren wollen, sprechen Sie mich gerne an:

Telefon: +49 61 72 – 26 58 359      E-mail: info@sonja-frignani.com